Nährstoffe im Aquarium
Für gesundes Wachstum benötigen Aquarienpflanzen neben Licht und CO₂ eine vollständige Versorgung mit allen essenziellen Nährstoffen. Dabei geht es nicht darum, einzelne Werte möglichst hoch oder möglichst niedrig zu halten. Entscheidend ist, dass kein notwendiger Nährstoff zum begrenzenden Faktor wird.
Das Liebigsche Minimumgesetz
Ein grundlegendes Prinzip der Pflanzenernährung ist das Liebigsche Minimumgesetz. Vereinfacht gesagt wird das Pflanzenwachstum immer durch den knappsten notwendigen Faktor begrenzt – unabhängig davon, wie reichlich alle anderen Nährstoffe vorhanden sind.
Fehlt beispielsweise Nitrat vollständig, wird Stickstoff zum limitierenden Faktor. Auch wenn gleichzeitig Phosphat, Kalium, Eisen und sämtliche Spurenelemente vorhanden sind, können die Pflanzen diese nicht mehr im gleichen Maß für den Aufbau neuer Pflanzenmasse verwerten. Das Wachstum stockt und andere Nährstoffe können sich zunehmend im Wasser anreichern.
Ein hoher Messwert bedeutet deshalb nicht automatisch, dass genau dieser Nährstoff das Problem verursacht. Liegt beispielsweise Phosphat (PO₄) bei 3 mg/l, während Nitrat (NO₃) auf 0 mg/l gefallen ist, kann der hohe Phosphatwert eine Folge der Stickstofflimitierung sein. Statt das Phosphat weiter zu reduzieren, sollte in diesem Fall zunächst die Nitratversorgung wiederhergestellt werden.
Merksatz: Nicht automatisch den höchsten Messwert bekämpfen – zuerst den limitierenden Faktor suchen.
Makro- und Mikronährstoffe müssen zusammenspielen
Zu den wichtigsten Makronährstoffen im Pflanzenaquarium gehören Nitrat (NO₃), Phosphat (PO₄) und Kalium (K). Hinzu kommen Mikronährstoffe beziehungsweise Spurenelemente wie Eisen (Fe), Mangan, Bor, Zink, Kupfer und Molybdän.
Gerade eine vollständige Mikronährstoffversorgung ist eine wichtige Grundlage für gesundes Pflanzenwachstum. Fehlt ein essenzielles Spurenelement, kann auch eine reichliche Versorgung mit NO₃, PO₄ und K diesen Engpass nicht ausgleichen.
Nitrat (NO₃)
Nitrat versorgt die Pflanzen mit Stickstoff und gehört zu den wichtigsten Nährstoffen überhaupt. Gerade in gut bepflanzten Aquarien sollte NO₃ nicht dauerhaft auf 0 mg/l absinken.
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Phosphat (PO₄)
Phosphat ist unter anderem für den Energiehaushalt und den Aufbau neuer Pflanzenmasse notwendig. Ein erhöhter PO₄-Wert ist nicht automatisch eine Algenursache und sollte immer zusammen mit den übrigen Nährstoffen betrachtet werden.
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Kalium (K)
Kalium wird von Wasserpflanzen in größeren Mengen benötigt. Eine unnötig hohe Konzentration bringt jedoch keinen unbegrenzten zusätzlichen Nutzen. PEP setzt deshalb auf eine ausreichende, aber bewusst moderate Kaliumversorgung.
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Eisen (Fe)
Eisen gehört zu den wichtigsten Mikronährstoffen und wird in der Aquaristik häufig als Orientierungswert für die Spurenelementversorgung verwendet. Auch hier gilt: ausreichend versorgen, aber nicht unnötig hoch anreichern.
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Mikronährstoffe & Spurenelemente
Neben Eisen benötigen Aquarienpflanzen unter anderem Mangan, Bor, Zink, Kupfer und Molybdän. Sie werden nur in sehr kleinen Mengen benötigt, sind für zahlreiche Stoffwechselprozesse der Pflanzen jedoch unverzichtbar.
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PEP-Richtwerte für ein gut bepflanztes Aquarium
- Nitrat (NO₃): etwa 20–25 mg/l
- Phosphat (PO₄): etwa 1 mg/l
- Kalium (K): etwa 10–15 mg/l
- Eisen (Fe): etwa 0,1 mg/l
Diese Werte sind bewusst als Richtlinien und nicht als starre Sollwerte zu verstehen. Jedes Aquarium ist anders. Pflanzenmasse, Beleuchtung, CO₂-Versorgung, Besatz, Fütterung, Wasserwechsel und Ausgangswasser beeinflussen den tatsächlichen Bedarf.
Algen sind nicht automatisch ein Zeichen für zu viele Nährstoffe
Algenprobleme entstehen in bepflanzten Aquarien häufig nicht durch einen einzelnen hohen Nährstoffwert, sondern durch eine Limitierung oder ein Ungleichgewicht. Fehlt ein wichtiger Nährstoff, wird das Pflanzenwachstum gebremst und andere vorhandene Nährstoffe werden langsamer verbraucht.
Deshalb sollte bei Algen oder schlechtem Pflanzenwachstum nie nur ein einzelner Messwert betrachtet werden. Entscheidend ist immer das Zusammenspiel aus Licht, CO₂, Makronährstoffen, Mikronährstoffen und Pflanzenwachstum.
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